Geschichte von Uniability UZH

1998: Gründung eines elektronischen Informationssystems

1980 erschien die erste Auflage des "Universitätsführers für Behinderte". Es war ein kleines Büchlein, das Informationen in Bezug auf die Universität Zürich, welche für Menschen mit Behinderung hilfreich waren, in guter Strukturierung enthielt. Dieser Führer entstand unter der Initiative des Beratungsdienstes für behinderte Studenten, welcher 1976 als erste Dienstleistung seiner Art im deutschsprachigen Raum gegründet wurde und der Universität Zürich angegliedert war. 1985 und 1991 erschienen aktualisierte Auflagen dieses Universitätsführers. Einige weitere Jahre danach drängte sich eine erneute Aktualisierung auf. Dabei entstand 1997 die Idee, einen Hochschulführer für Studierende mit Behinderung in Form einer Website zu erstellen - als Ablösung der bis dahin verwendeten Buchform. Initiantin dieser einmaligen schweizerischen Dienstleistung für Studierende mit Behinderungen war Dr. Judith Hollenweger vom Beratungsdienst für Studierende mit Behinderung der Universität Zürich. Anfänglich bezog sich der Online-Führer ausschliesslich auf die Universität Zürich sowie die ETH Zürich. 1998 wurde er mit einer Vernissage in Betrieb genommen.

1999: Die Idee wird gesamtschweizerisch

1999 wurde der Führer zum Schweizerischen Hochschulführer für Studierende mit Behinderung erweitert, da die Universität Basel neu Interesse zeigte bei diesem Projekt mitzumachen. In diesem Zusammenhang wurde nach einem handlichen Namen gesucht, der für den Hochschulführer stehen soll. Nachdem man sich auf den Namen Uniability geeinigt hatte, wurde die Web-Adresse www.uniability.ch registriert. Sie zeigte auf ein Portal, von welchem die einzelnen Uniability-Plattformen auffindbar waren. 2001 war die Plattform der Universität Basel erstellt und ebenfalls über www.uniability.ch erreichbar.

2013: Neuauflage von Uniability und Entstehung von Uniability UZH

Viele Gründe sprachen für eine Renovation des 1998 in Betrieb genommenen Hochschulführers. Hauptsächlich waren dies die in die Jahre gekommene Technologie, die für das Programmieren des Online-Führers verwenden wurde, und die Tatsache, dass der Online-Führer in mehreren Schritten zu einem grösseren System gewachsen war, was Uniability als Ganzes etwas uneinheitlich erscheinen liess. Unter der Verantwortung von Olga Meier-Popa (Fachstelle Studium und Behinderung der Universität Zürich) und Roger Stupf (Abteilung Kommunikation der Universität Zürich) wurde deshalb eine Total-Renovation von Uniability in Angriff genommen. Da letztlich nur die Universität Zürich an der Total-Renovation Interesse zeigte, wurde das neue Projekt Uniabiliy UZH getauft, das Produkt unter der Adresse www.uniability.uzh.ch publiziert und im Mai 2013 lanciert. Uniability UZH ist ein Online-Guide, welcher detaillierte Informationen zur Infrastruktur der Universität Zürich bereit stellt. Diese Informationen umfassen die Beschreibung von für die breite Öffentlichkeit relevanten Gebäuden und ihrer Umgebung, von Räumen und ihrer Ausrüstung sowie von speziellen Einrichtungen für Menschen mit Seh-, Hör- oder Mobilitätsbehinderung.

Die Idee eines gesamtschweizerischen Hochschulführers von 1999 wird heute unter dem Portal Uniability CH und der beibehaltenen Web-Adresse www.uniability.ch weiterhin verfolgt. Im Gegensatz zur ersten Version ist das heutige Portal Uniability CH breiter ausgelegt und listet nicht nur jene Schweizer Hochschulen auf, die die von der Universität Zürich entwickelte Uniability-Plattform eingeführt haben und betreiben, sondern zeigt generell in einer Übersicht Dienstleistungen von Schweizer Hochschulen, die für Menschen mit Behinderung nützlich sind.